26 Krankenhaus - Gerhardushaus

Gerberstraße 37

Dechant Fischer schenkte das Krankenhaus der kath. Kirchengemeinde Drolshagen, welche das Haus mit dem dazugehörigen Gelände 1895 als Ordensniederlassung an die „Armen Franziskanerinnen Olpe“ weitergab. Die Ordensschwestern betreuten nicht nur die stationären Patienten sondern auch die Kranken und pflegebedürftigen Bewohner des Amtsbezirks Drolshagen. Schnell wurde eine Nähschule eingerichtet und ab 1908 ein Kindergarten. 1910 wurde das Josefshaus gebaut, um psychisch kranke Patientinnen aufzunehmen. Während beider Weltkriege diente die Anlage als Reserve- bzw. Feldlazarett. Allein während des II. Weltkriegs wurden hier über 1.400 Verwundete Soldaten gepflegt und zusätzlich 1.500 zivile Kranke. Nach Kriegsende wurde das Josefshaus als Kinderheim eingerichtet, Hunderte Kinder aus den zerbombten Städten Westdeutschlands erholten sich hier über mehrere Wochen. 1964 richtete man ein Wohnheim für kranke und alte Ordensschwestern ein, das Krankenhaus allerdings schloss -zum Leidwesen der Drolshagener- 1967 seine Pforten. Danach wurden umfangreiche bauliche Veränderungen vorgenommen und ein Seniorenheim errichtet, wo heute über 100 ältere Menschen betreut werden, dem sich später eine Wohnanlage mit 36 altersgerechten Wohnungen  anschloss.

 

Zusammenfassung

Auf die unermüdliche Initiative des späteren Dechanten Gerhard Fischer wurde hier 1892 ein Krankenhaus gebaut und 1895 eröffnet, das zu seinen Ehren den Namen „Gerhardus-Haus“ erhielt. Aus den ersten Anfängen hat sich aus der Bewirtschaftung durch die Schwestern der Armen Franziskanerinnen zusätzlich eine Nähschule, ein Kindergarten und ein Pflegeheim für psychisch Kranke und ein Kindererholungsheim entwickelt.