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Marktplatz

Der Marktplatz war immer der Mittelpunkt der Stadt. Vor dem Stadtbrand von 1838 war er wesentlich kleiner und bedeckte etwa 15 m den Ostrand des heutigen Marktplatzes und auf voller Breite die daran anschließende heutige Annostraße. Märkte gab es seit 1658. Hier stand auch früher der Stadtbrunnen.

Der mittelalterliche Marktplatz war etwa halb so groß wie der heutige und lag etwas verschoben in Richtung der St. Clemens Kirche. Im Jahr 1658 hat der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich der Stadt „einen Wochenmarkt auf Mittwoch und drei Jahrmärkte auf Sonntag vor Pfingsten, auf Jacobi und auf Sonntag vor Martini begnadigt“. Nach dem Brand von 1838 wurde die Stadt neu aufgebaut und der Marktplatz erhielt die heutige Lage. Der einzige Stadtbrunnen befand sich seit dem Mittelalter in der nordwestlichen Ecke des heutigen Markplatzes, hier war früher neben einem Weg ein kleiner freier Platz, etwa dort, wo heute die Brunnenstraße herführt. Seit 1924 stand auf dem Marktplatz ein Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des Amtsbezirks Drolshagen, das in den 1960er Jahren entfernt und durch einen neuen Brunnen ersetzt wurde. Die 4 Seiten des Brunnens erinnern an Knotenpunkte der Ortsgeschichte, verbunden mit vier Sprüchen des Mystikers Angelus Silesius. Im Laufe der Zeit wurde der Marktplatz als Grünanlage, teilweise auch als Parkplatz genutzt. Heute findet dort wieder regelmäßig freitags ein Wochenmarkt statt und er wird im Sommer für musikalische Events und auch von der Gastronomie genutzt.

 Abb.: Stadtarchiv Drolshagen, Sammlung Felix Stahlhacke

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