07 Teiltrakt Zisterzienserinnen-Kloster

Jourer Platz 1

Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters stammt aus dem Jahr 1235 von dem Stifterehepaar Graf Heinrich III. von Sayn und seiner Gattin Mechthild, geb. von Landsberg. Im 13. Jahrhundert erfolgte eine rege Bautätigkeit, unterstützt von den Kölner Kirchenfürsten. Nach den Wirren des Krieges 1618-1648 hatte das Kloster seine größte Ausdehnung erreicht. Der obere Flügel grenzte an die Stadtmauer, der untere Flügel ging über die Mauer hinaus bis an den Kirchturm, durch den die Nonnen direkt auf die für sie reservierte Empore gelangten. An die Stadtmauer angelehnt befand sich der Kreuzgang. Um 1770 wurde ein Teil des Westflügels abgerissen und für die Nonnen eine eigene Kirche mit den Innenmaßen von 22 x 9,5 m gebaut. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst und in den 1820er Jahren einschließlich der neu erbauten Kirche bis auf den heute noch bestehenden südöstlichen Trakt abgerissen.

 

Zusammenfassung

Dies ist der Rest des ehemaligen Klosters, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Es lag außerhalb der in den 1470er Jahren errichteten Stadtmauern. Seit ca. 1770 gehörte zu dem Kloster eine Kirche. 1802 wurde unsere Region nach jahrhundertelanger Zugehörigkeit zu Kurköln dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt zugeschlagen, das Kloster aufgelöst und bis auf den hier stehenden Trakt abgerissen. Die abgerissene Klosteranlage ist rot eingezeichnet.