22 Haus Finke - Dr. Menden

Hagenerstraße

Die Tochter des Erbauer-Ehepaars Finke, Justine, heiratete 1852 den Drolshagener Kaufmann Wilhelm Börsch (Böises). Er war der Gründer der ersten Drolshagener „Fitschenfabrik“, einem Unternehmen, das Beschläge für Türen, Tore und Fenster herstellte. Einer ihrer Söhne war Professor Dr. Josef Börsch, der neben den Professoren Bone und Hellinghaus zum Drolshagener akademischen Dreigestirn des 19. Jahrhunderts gehörte. Neben Romanen, Trauerspielen und Gedichten veröffentlichte er auch die „Chronica Drolshagensis“ und „Min Draulzen“. Seine Schwester Antonie heiratete den Drolshagener Chemiker Richard Alterauge und beide übernahmen das Haus. Deren Tochter Maria, älteren Drolshagenern bekannt als „Böises Mimi“, verehelichte sich mit Josef Menden aus Rheinbreitbach. Ihr Sohn war der Arzt Dr. Richard Menden, der sich maßgeblich um den Erhalt und die Renovierung des historischen Gebäudes mit der größtenteils originalen Einrichtung verdient gemacht hat. Das Haus mit seinem authentischen Charakter aus der Zeit der Erbauung, auch im Inneren, gilt heute als das schönste Fachwerkhaus des Drolshagener Stadtgebietes.

 

Zusammenfassung

Das Haus an der Hagener Straße 37 ist bekannt als Haus Dr. Menden. Es wurde zwei Jahre nach dem Stadtbrand 1840 von Friedrich Finke und seiner Frau Maria Anna, geb. Prinz, erbaut und steht teilweise auf den alten Gewölbekellern des abgebrannten Vorgängerhauses aus dem 17. Jahrhundert. Es befindet sich in der fünften Generation im Besitz und der Pflege der Familie Menden.