12 Heinrich Bone - Heimathaus

Annostraße

Die Erbauer des Hauses, Mathäus und Elisabeth Bone, die hier eine Land- und Gastwirtschaft betrieben, ermöglichten zwei Söhnen eine akademische Ausbildung: Karl Bone studierte Jura und wurde Kreisrichter, Heinrich Bone studierte in Bonn Philologie, Philosophie und Theologie und wurde 1839 Gymnasiallehrer in Düsseldorf und dann in Köln. Aus der 1840 geschlossenen Ehe mit Christine Schmitz gingen sechs Kinder hervor. Sieben Jahre später wurde er erster Oberlehrer an der Ritterakademie in Bedburg, wo ihm 1850 durch den Preußischen Kultusminister der Professorentitel verliehen wurde. In Bedburg gab er das Lieder- und Gebetbuch „Cantate!“ mit über 400 Kirchenliedern heraus, u. a. mit den von ihm komponierten Liedern „Großer Gott wir loben dich“ und „Maria, breit den Mantel aus“. Zudem verfasste er neun Lesebücher, die in großer Auflage gedruckt wurden sowie lyrische Texte. Heinrich Bone wurde schließlich 3 Jahre lang Direktor des Gymnasiums Petrinum in Recklinghausen und zuletzt Leiter des Gymnasiums in Mainz, wo er 1893 starb.

Durch Vererbung ging das Anwesen Bone an Auguste und Rudolf Alterauge („Baron“ genannt) über, welche die Land- und Gastwirtschaft weiterführten. Deren Sohn Rudolf und seine Frau Hilde errichteten einen Aussiedlerhof auf dem Papenberg. Den Gasthof Bone verkauften sie 1993 an den Heimatverein für das Drolshagener Land. Der Heimatverein machte ihn zum Heimathaus, das als Veranstaltungshaus der Bevölkerung offensteht. Außerdem beherbergt es die öffentliche Bücherei „Buchstube Heinrich Bone“.

 

Zusammenfassung

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde nach dem großen Stadtbrand 1838 von den Eheleuten Mathäus Bone und seiner Frau Elisabeth, geb. Cramer, errichtet. Es war das Elternhaus des wohl bekanntesten der Söhne Drolshagens, dem Pädagogen und Erneuerer des katholischen deutschen Kirchenliedes, Prof. Heinrich Bone. Über 150 Jahre war hier ein Gasthof, zunächst Bone, später Alterauge „Baron“. Der „Heimatverein für das Drolshagener Land“ erwarb und renovierte das Gebäude und weihte es 1995 als Heimathaus ein.

 

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