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Überreichung des Förderbescheids

„Wir wollen das Verbindende stärken“.

Ihre Rundreise durch den Kreis Olpe am Donnerstag, den 27.052021 beendete Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW im Heimathaus in Drolshagen.
MinisterinMinisterin Ina Scharrenbach
„Ihr Konzept hat uns überzeugt“, so die Rückmeldung der Bezirksregierung auf den Förderantrag des Drolshagener Heimatvereins zum Anbau des bestehenden Heimathauses. Ina Scharrenbach übergab den entsprechenden Förderbescheid über 889.076 Euro am letzten Donnerstag an den Vorstand des Vereins (Dr. Stephan Schlösser, Petra Lütticke, Georg Melcher und Winfried Behme) im Beisein des Landrates Theo Melcher, des Bürgermeisters Ulrich Berghof, des Landtagsabgeordneten für den Kreis Olpe Jochen Ritter, der Architektin Eva Maria Nebeling und Mitgliedern des Heimatvereins.
Neunzig Prozent der Baukosten sind somit gesichert, der Rest wird aus Eigenmitteln der Vereinskasse bezahlt.
Ministerin Ueberreichung(MdL Jochen Ritter, Ina Scharrenbach, Dr. Stephan Schlösser, BM Uli Berghof
Der Anbau an das denkmalgeschützte Heimathaus soll noch in diesem Sommer beginnen und 2022 fertig gestellt sein. Die genauen Baupläne sind auf der Internetseite des Vereins www.heimatverein-drolshagen.de der Öffentlichkeit zugänglich.
Bei seiner Dankesrede wies der Vereinsvorsitzende Dr. Stephan Schlösser darauf hin, dass es bei den überzeugenden Argumenten für das Bauvorhaben nicht sonderlich schwer war, sowohl bei den Vereinsmitgliedern als auch in der Drolshagener Bürgerschaft Zustimmung zu finden.
„Wir können endlich der öffentlichen Bücherei „Buchstube Heinrich Bone“ mehr Raum schenken. Unser umfangreiches Bild- und Bucharchiv zu allen heimatbezogenen Themen platzt aus allen Nähten und kann sich nun freier entfalten.
Wir gewinnen neue Räumlichkeiten für die unterschiedlichsten Nutzungen aus dem kulturellen Raum unseres Drolshagener Landes: Probenräume für Gesang und Musik, Werkräume, Seminarräume und nötigen Lagerraum. Das Wichtigste aber war: Das Heimathaus wird in allen 4 Ebenen endlich barrierefrei für alle Menschen zugänglich und durch entsprechende Sanitäranlagen nutzbar.“ Die Architektin Eva Maria Nebeling aus Drolshagen habe durch die gläserne Anbindung des neuen Hauses an das denkmalgeschützte Fachwerk-Heimathaus dessen Gestalt und Wirkung weitgehend erhalten, was auch die Obere Denkmalbehörde überzeugte.
Ministerin PlaeneArchitektin Eva Nebeling, Schatzmeister Winfried Behme, Ministerin Ina Scharrenbach, Vorsitzender Dr. Stephan Schlösser vor den Bauplänen
Schlösser weiter: „Wir bauen nicht nur für uns, den Verein, erst recht nicht für uns, den Vorstand. Wir bauen für die Drolshagenerinnen und Drolshagener. Wir schaffen Räume der Begegnungen, der Aktivitäten aller Art. Räume für alle, für Junge und Alte, Behinderte und Nichtbehinderte, für die Menschen aus allen Schichten und Milieus, Herkünften, Religionen und politischen Anschauungen. Hier sollen sich alle treffen können – sollen hier wieder das finden, was uns gerade so beängstigend durch die Pandemie vorübergehend genommen wird: Gemeinschaft, Geselligkeit, persönliche, und nicht nur virtuelle Begegnung und somit: Heimat-Bindung.“
Ministerin Vors QuittierungDer Vereinsvorsitzende quittiert den Empfang des Bescheides
Ministerin Scharrenbach erinnerte an den Titel des Förderprogramms: „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ Genau das sei es, was der Heimatverein für das Drolshagener Land hier plane: das Verbindende zu stärken. Sie übergebe die Förderbescheid gerne persönlich, um die ehrenamtlich tätigen Menschen kennenzulernen, die ihre Zeit für solche gemeinschaftsfördernden und -pflegenden Projekte opfern. Denn Zeit sei nach der Gesundheit das zweitwichtigste Gut. Wenn Ehrenamtliche ihre Zeit opfern, sei das unbezahlbar.
Ministerin RedeMinisterin Ina Scharrenbach bei Ihrer Ansprache im Vortragssaal des Heimathauses
In seiner Glückwunschrede betonte der Landtagsabgeordnete Jochen Ritter, dass der Landtag ohne spezielle Vorgaben grundsätzlich das unterstütze, was jeweils in den Regionen des Landes unter „Heimat“ verstanden wird. Mit seinem anspruchsvollen Konzept führe der Drolshagener Heimatverein seine erfolgreiche Arbeit auf hohem Niveau fort.Der Drolshagener Bürgermeister Uli Berghof bedanke sich beim „Heimatverein für das Drolshagener Land“ für dessen mutige Initiative und die damit in Aussicht stehenden erweiterten Nutzungsmöglichkeiten des Heimathauses für die gesamte Bürgerschaft. Der Ministerin Ina Scharrenbach dankte er für ihr persönliches Erscheinen in Drolshagen und ihre Entscheidung, das Bauvorhaben finanziell aus den bereitstehenden Haushaltsmitteln des Landes zu fördern. Diese Zuwendung sei die höchste Förderung an private Einrichtungen, die je nach Drolshagen geflossen sei. Er freue sich, auch in Zukunft die Ministerin in Drolshagen begrüßen zu dürfen – „gerne auch mit weiteren Bewilligungsbescheiden“ fügte er humorvoll hinzu.Offizieller Schluss der Veranstaltung war die Eintragung der Heimatministerin ins Goldene Buch der Stadt.
Ministerin GoldenesBuch